PRESSEMITTEILUNG MHH-Infektiologin bildet sich in Südafrika fort: Medizinischer Austausch wird Leben retten

13. April 2018

Die erfahrene Internistin und Intensivmedizinerin Christine Knuth sammelt in Eastern Cape Wissen über Infektionen, die bei uns noch selten sind. Mit ihr beginnt die Pilotphase für die Weiterbildung von niedersächsischen Infektiologen der Inneren Medizin in Südafrika.
Die erfahrene Internistin und Intensivmedizinerin Christine Knuth sammelt in Eastern Cape Wissen über Infektionen, die bei uns noch selten sind. Mit ihr beginnt die Pilotphase für die Weiterbildung von niedersächsischen Infektiologen der Inneren Medizin in Südafrika.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Migranten und Flüchtlinge bringen aus ihren Heimatländern zunehmend infektiöse Erkrankungen mit, auf die unsere Schulmedizin nicht ausreichend vorbereitet ist. Neben HIV/Aids gehören dazu unter anderem schwere Tuberkulosen, seltene Formen des Wundbrands oder Entzündungen, die durch Würmer und Parasiten ausgelöst werden. Gleichzeitig sind zu Infektiologen fortgebildete Mediziner/innen bei uns rar gesät. Bis Ende vergangenen Jahres war in Niedersachsen nur ein einziger Facharzt der Inneren Medizin dazu ermächtigt, Infektiologen auszubilden.

Aus diesen Gründen hat die Aidshilfe Niedersachsen in Kooperation mit dem Land Niedersachsen und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) vor wenigen Tagen eine Fachärztin nach Eastern Cape in Südafrika geschickt, um von den dortigen Ärzten zu lernen: Die erfahrene Internistin und Intensivmedizinerin Christine Knuth hospitiert die kommenden drei Monate unter Supervision durch Prof. Dr. Matthias Stoll (MHH) an Fachkliniken, staatlichen Ambulanzen und Beratungszentren in der Metropolregion Buffalo City/East-London.

Sie wird dort nicht nur ihre Weiterbildung zur Infektiologin vervollständigen, sondern auch an fachspezifischem Lehrmaterial arbeiten: Ab Mitte April sollen Studierende im klinischen Jahr und Fachmediziner/innen der MHH per webbasierten Videokonferenzen unmittelbar teilhaben können an den vor Ort gesammelten Erkenntnissen. Diese telemedizinischen Lehrmodule werden dokumentiert, so dass weiteres Fachpersonal daraus lernen kann.

Basis für das bundesweit einmalige Weiterbildungsprogramm ist die Partnerschaft, die das Land Niedersachsen seit mehr als 25 Jahren mit der Ostkap-Region der Republik Südafrika verbindet. 2015 wurde in Eastern Cape ein „Medizinischer Austausch“ vereinbart, der auch Ergebnis der engen Zusammenarbeit des dortigen staatlichen „AIDS Council“ und der Aidshilfe Niedersachsen (AHN) in Hannover ist. Ministerpräsident Stephan Weil wird sich während seiner Südafrikareise vom 5. bis 13. Mai 2018 auch das Telemedizin-Projekt in Eastern Cape zeigen lassen.
 
Details zu diesem lebensrettenden Pilotprojekt sowie Zitate von Ministerpräsident Stephan Weil, Prof. Dr. Stoll und Christine Knuth finden Sie in der Pressemitteilung.

Ein druckfähiges Porträtfoto von Christine Knuth und Aufnahmen aus Eastern Cape zur honorarfreien Verwendung (Fotos: privat/Aidshilfe Niedersachsen) finden Sie hier: https://www.dropbox.com/sh/yff1daljdm2jepz/AAC6A70h0ndVHv4XuUWqQg4ma?dl=0

Bildunterschriften s. Pressemitteilung

Medienkontakt
Imke Schmieta
Geschäftsführung Landesverband Aidshilfe Niedersachsen (AHN)
T 0511 13 22 12 01
schmieta@niedersachsen.aidshilfe.de 

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