Mehrsprachige Kampagne für Geflüchtete in Niedersachsen

Gemeinsamer Kampagnenstart mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen und dem Paritätischen Niedersachsen
Gemeinsamer Kampagnenstart mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen und dem Paritätischen Niedersachsen

Am 10. April 2017 startete die Aidshilfe Niedersachsen mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen sowie dem Paritätischen Niedersachsen die landesweite, mehrsprachige Kampagne für Geflüchtete zu den Themen „Sexuelle Gesundheit“ und „Sexuelle Selbstbestimmung.“

Eine Arbeitsgruppe von Expert_innen („AG Flucht“) der niedersächsischen Aidshilfen erarbeitete in acht Workshops praxisnahe Maßnahmen und mehrsprachige Materialien für die HIV-Prävention für Geflüchtete:

  • Im Aufbau: Eine zentrale Webseite für Refugees mit Niedersachsenkarte und den Informationen zu den Beratungsstellen vor Ort (in verschiedenen Sprachen) unter www.niedersachsen.aidshilfe.de/refugees
  • Flyer zum Thema „Sexuelle Gesundheit“ sowie eine detaillierte Kondomanleitung in verschiedenen Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch, Arabisch und Farsi)
  • Kondome und Gebrauchsanweisung: 50.000 Stück mit eigenen Piktogrammen und dem Kampagnenlogo: 1x Englisch und Französisch und 1x Arabisch und Farsi.
  • 2.000 Femidome (mit Fragebogen zur Abfrage der Nutzung und Nachfrage)
  • Plakat als Druckvorlage für Mitgliedsorganisationen zur Ankündigung von Veranstaltungen und Terminen
  • Austausch unter Mitarbeiter_innen über die „AG Flucht“ im DAH-Intranet: Best Practises, Tipps, Anträge und Protokolle etc.
  • Materialliste als Standard zur Grundversorgung und Werbematerialien
  • Tablets zur Unterstützung der Arbeit in Flüchtlingsunterkünften

Femidome
Mit zunächst 2.000 Stück für die erste Testphase starten die Aidshilfen in Niedersachsen die Verteilung von Femidomen. Sie sollen – sofern der Bedarf besteht - neben dem Kondom als Standard in unsere Präventionsangebote aufgenommen werden. Auf Anregung des Facharbeitskreises Frauen haben wir bereits in dem Flyer auch das Femidom als eine weitere Schutzmöglichkeit in dem Text berücksichtigt.

Planungen 2017: Aufgrund der begrenzten Ressourcen wurde sich bei der Kampagne auf die vier häufigsten Sprachen der Regionen fokussiert, aus denen die Geflüchteten zu uns kommen. Die Statistiken des Bundesamtes für Migration (BAMF) sowie die Erfahrungen unserer Fachkräfte zeigen allerdings den Bedarf an weiteren Sprachen und Zielgruppen. Daher sollen in einem nächsten Schritt die erstellten Materialien weiterentwickelt werden, um so weitere Sprachen und Kulturkreise, wie z. B. Dari und Russisch, abdecken zu können. So kann die Prävention und Beratung in den Bereichen Flucht und Migration nachhaltig aufgestellt werden.

Eine Auswahl der erstellten Materialien finden Sie weiter unten. Weitere Materialien stellen wir Ihnen gern auf Nachfrage zur Verfügung.

Spenden für mehrsprachige HIV-Prävention
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:  DE57 2512 0510 0007 4106 00
BIC:    BFSWDE33HAN

Gern können Sie auch unser Onlinespendenformular nutzen.

Ansprechpartnerin
Christin Engelbrecht
Projektmanagement
Fon 05 11-13 22 12 03
projektmanagement@niedersachsen.aidshilfe.de