Prävention im Schwulenbereich

Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), sind in Deutschland weiterhin die größte Risikogruppe bei den HIV-Neuinfektionszahlen (2012: 57%). Um die landesweite Präventionsarbeit für MSM zu professionalisieren, die Akteure zu vernetzen, die Ressourcen zu bündeln und in dem Flächenland Niedersachsen punktuell regional mobilisierbar zu machen, haben die niedersächsischen Aidshilfen den neuen Fachbereich MSM gegründet.

Die Prävention wird ab 2013 unter einem gemeinsamen Label „SVeN-schwule Vielfalt erregt Niedersachsen“ auf eine breitere Basis in Niedersachsen gestellt: Externe Gruppen, Vereine und Multiplikatoren (z.B. Stammtische, Jugendgruppen, Ärzte, Gesundheitsämter) sind in den neuen Fachbereich MSM gleichberechtigt mit den Aidshilfen eingebunden. Die Aidshilfe Niedersachsen Landesverband e.V. (AHN) als Verantwortliche für das Label koordiniert die landesweiten Aktionen. Wer sich im Fachbereich engagieren möchte, muss eine gemeinsame Charta als Selbstverpflichtung unterschrieben werden.

Die inhaltliche Steuerung und autonome Ausgestaltung der Prävention liegt beim MSM-Präventions-rat. Dieses Entscheidungsgremium und Impulsgeber setzt sich aus den verschiedenen Akteuren der Gesundheitsförderung in Niedersachsen (Community, Ehrenamt, Ärzte und Gesundheitsämter u.a.) zusammen, die die gemeinsame Charta unterzeichnen.

Mit der neuen Präventionsstrategie öffnen und verbreitern sich die Aidshilfen. Damit soll auch in Zukunft eine landesweite Prävention gewährleistet werden, die in ihrer Vielfalt so unterschiedlich ist, wie die Zielgruppen, deren Bedürfnisse und deren Lebenswelten, an die sie sich richtet.